Achtung! Bei diesen Verhaltensauffälligkeiten deines Hundes musst du handeln!

Achtung! Bei diesen Verhaltensauffälligkeiten deines Hundes musst du handeln!

Aufmerksame Hundebesitzer kennen im Allgemeinen alle Angewohnheiten und Charaktereigenschaften ihres Hundes. Trotzdem lassen sich auch die treusten Vierbeiner nicht gerne anmerken, wenn es ihnen nicht gut geht. Hier wird die Beobachtungsfähigkeit des Tierhalters auf die Probe gestellt, denn eine auffällige Verhaltenswandlung sollte immer als Warnzeichen gesehen werden. Das gilt auch für optisch bedingte Veränderungen des Hundes.  

In beiden Fällen kann es sich um krankheitsbedingte Symptome handeln. Manchmal reagieren sensible Hunde auf Stresssituationen für eine kurze Zeit mit Verhaltensauffälligkeiten, die sie sonst nicht aufweisen. Um die Ursache herauszufinden, ist es immer ratsam, mit dem Tier einen Tierarzt aufzusuchen, damit dieser dem Hund nach der Diagnosestellung die angebrachte medizinische Behandlung zukommen lassen kann. 

Vermehrtes Hecheln 

Ein typisches Hundemerkmal ist das Hecheln, das bei sportlichen Aktivitäten oder bei sehr heißem Klima dem Hund hilft, seine Körpertemperatur zu regulieren. Hunde hecheln aber nicht nur bei körperlicher Anstrengung oder bei warmen Wetter Bedingungen, sondern auch wenn sie einer stressigen Situation ausgesetzt sind.  

Dazu gehören nicht nur ungewohnte Situationen, sondern auch Schmerzen oder Unwohlsein, die durch Erkrankungen oder Verletzungen ausgelöst werden. Aus diesem Grund sollte jede auffällige Atemveränderung beim Hund von einem Tierarzt untersucht werden. 

Lustlosigkeit und erhöhter Schlafbedarf 

Schlafender Hund

Ein gesunder Hund ist bewegungsfreudig und erkundet immer wieder neugierig seine Umgebung. An heißen Tagen zieht er es oft vor, sein Mittagsschläfchen etwas zeitlich zu erweitern und auch Wintertage laden ihn zu längeren Ausruhphasen ein. Dieses Verhalten ist normal und unbedenklich. 

Zeigt das Haustier dagegen jedoch plötzlichen Energieabfall oder sogar Apathie, sollte jeder Hundebesitzer diesen Warnzeichen auf den Grund gehen. Die unerwartete Lustlosigkeit oder der damit häufig aufkommende extreme Schlafbedarf, können Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung sein. Nur ein Tierarzt wird feststellen, ob es sich um eine Stimmungsschwankung, Mangel von Nährstoffen, eine Magenerkrankung oder vielleicht eine Unterfunktion der Schilddrüse handelt. 

Aggressives und unruhiges Verhalten beim Hund 

Aggressives Verhalten bei einem Hund sollte immer ein Anlass sein, die Ursache für dieses gefährliche Benehmen des Vierbeiners herauszufinden. Der Grund ist nicht immer bei der genetischen Veranlagung oder eine unkorrekte Erziehungsweise des Hundes zu suchen. Unerwartete Aggression oder länger anhaltende Unruhe können ein Anzeichen für Schmerzen sein. 

Verletzungen, Probleme bei der Verdauung oder sogar ein Fremdkörper, der sich in dem Körper des Vierbeiners befindet, lösen ebenfalls diese Extrem Verhaltensweisen aus. Nur ein Tierarzt kann die wahre Ursache herausfinden, warum sich der Hund z.B. nicht mehr wie gewohnt bewegt oder hinsetzen kann. 

Vermehrtes Kratzen 

Zu einem der für den Hundehalter auffälligsten Verhaltensveränderungen gehört das ständige Kratzen. Jeder Hund empfindet genauso wie der Mensch manchmal Juckreiz, der durch ein kurzes Kratzen beseitigt wird. Wiederholen sich diese Kratzbewegungen jedoch in erhöhtem Masse, kann es sich um einen Parasitenbefall des Hundes, einer allergischen Reaktion oder einen Hautpilz handeln. Eine tierärztliche Untersuchung wird den Hund von dem störenden Juckreiz befreien und dem Tierbesitzer durch die Diagnose die Ursache des Verhaltens erklären.  

Bewegungsprobleme 

Das Markenzeichen eines gesunden Hundes ist sein Bewegungsdrang. Gerne lassen sich die Vierbeiner Gassi führen, toben im Garten und erproben ihre Kletterkünste z.B.  beim Treppensteigen. Reduziert sich der naturbedingte Drang nach Bewegung drastisch, ist dies ein Anzeichen dafür, dass sich der Hund nicht wohl fühlt. Bei auffälligem Humpeln kann der Halter die Hundepfoten nach Fremdkörper absuchen. Evtl. ist auch eine Verletzung die Ursache. Schnell treten sich Hunde winzige Glasscherben oder spitze Steine ein und erleiden dadurch kleinere Schnittwunden. 

Kann der Tierhalter dieses jedoch als Grund der Bewegungsunlust bei seinem Hund ausschließen, handelt es sich möglicher Weise um eine angeborene oder erworbene Hüftgelenkpfannen Fehlbildung. Bei älteren Hunden ist eine in Frage kommende Gelenkverschleißung vom Tierarzt auszuschließen, bzw. zu behandeln.  

Ablehnungsverhalten durch Rückzug 

Verletzte oder kranke Hunde zeigen ein deutliches Ablehnungsverhalten, in dem sie sich vom Tagesgeschehen absondern und eine beschützende Umgebung aufsuchen. Kann der Tierhalter äußere Einflüsse, wie z.B. Gewitter oder einem Feuerwerk in unmittelbarer Nähe des Hundes ausschließen, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, damit eine evtl. Krankheit ausgeschlossen wird. 

Nahrungsverweigerung 

Hunde sind Allesfresser und es ist ihnen eigentlich egal, welches Futter sie von ihrem Herrchen erhalten. Eine plötzliche Veränderung der Nahrungsaufnahme sollte für den Hundehalter jedoch als Warnhinweis dienen. Leidet der Vierbeiner unter Magen- oder Darmbeschwerden, die noch mit Übelkeit begleitet werden, verweigert er sein Fressen. Das gleiche Fressverhalten kann ebenfalls auf Schmerzen beim Hund hinweisen. 

Sorgen bereitet dem Tierbesitzer ebenfalls ein hastiges Verschlingen des Futters oder sogar das fressen von Exkrementen oder ähnlichem Ungeniessbarem. In beiden Extremfällen sollte die Ursache mit Hilfe eines Tierarztes herausgefunden werden. 

Psychische Ursachen  

Wird bei Verhaltensauffälligen Hunden jede körperliche oder situationsbedingte Ursache von einem Tierarzt ausgeschlossen, können erfahrene Hundetrainer oder Tiertherapeuten sowie auf Tiere spezialisierte Psychologen zu Rate gezogen werden.  

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