Die besten Tipps zum Schwimmen mit Hund

Die besten Tipps zum Schwimmen mit Hund

Wenn die Temperaturen steigen, dann freuen sich unsere Vierbeiner genauso über eine Erfrischung, wie wir Menschen es auch tun. Ein kurzer Abstecher zum nächsten Bach oder See während des täglichen Spazierganges verspricht nicht nur Abkühlung, sondern ist auch eine tolle Möglichkeit, die Alltagsroutine etwas aufzupeppen und viel Spaß mit deinem Hund zu haben.

Wie bei allen sportlichen Aktivitäten gibt es jedoch einige Punkte zu beachten, damit ihr beide euren gemeinsamen Schwimmausflug in vollen Zügen genießen könnt.

Wie wirkt sich das Schwimmen auf meinen Vierbeiner aus?

Das Schwimmen oder auch das Wassertreten sind als zwei der schonendsten Sportarten bekannt, da die Gelenke nicht das gesamte Körpergewicht tragen müssen und dadurch weniger belastet werden. Dies gilt bei Hunden ebenfalls und aus diesem Grund ist es nicht nur für kerngesunde Tiere, sondern auch für diejenigen mit Arthrose oder anderen Krankheiten des Bewegungsapparats vorzüglich geeignet. Es wird nicht nur die Muskulatur gekräftigt und die Beweglichkeit der Gelenke gefördert, sondern auch das Koordinationsvermögen und das Körpergefühl des Hundes werden verbessert, da durch die fließenden Bewegungen ein gesunder Bewegungsablauf geschult wird.

Dies macht den meisten Fellnasen meist unheimlichen Spaß und führt dazu, dass auf spielerische Weise der gesamte Körper und das Herz-Kreislaufsystem trainiert werden. Wer selbst schon für längere Zeit geschwommen oder durchs Wasser gelaufen ist weiß, dass dies ziemlich anstrengend werden kann, da das Wasser einen gewissen Widerstand besitzt. Genau dieser Widerstand sorgt dafür, dass die Muskeln viel mehr angestrengt und dementsprechend trainiert werden als beim Laufen an Land.

Folgende Ratschläge solltest du dir unbedingt zu Herzen nehmen

Als verantwortlicher Hundehalter möchtest du natürlich, dass es deinem felligen Begleiter stets gut geht. Achte deshalb bitte auf Folgende…

… Allgemeine Ratschläge:

Vernunftsdenken: Obwohl Hunde unheimlich intelligente Wesen sind, wissen sie oft nicht, wo ihre eigenen körperlichen Grenzen liegen. Das kann dazu führen, dass sie noch weiter schwimmen (oder auch laufen), auch wenn ihre Kräfte schon aufgebraucht sind. In diesem Fall musst du deine Vernunft zum Wohl deines Haustieres nutzen und darauf achten, dass er nicht in einen kompletten Erschöpfungszustand gerät. Anzeichen für die Ermüdung sind zum Beispiel, dass die Bewegungen träge und angestrengt wirken und der Hund insgesamt langsamer wird. Versuche ein Händchen für die Energiereserven deines Hundes zu bekommen, um mögliche Erkrankungen (wie zum Beispiel die Wasserrute) zu vermeiden.

Weniger ist mehr: Da das Schwimmen durch den Wasserwiderstand besonders anstrengend ist, wird geraten, die Trainingseinheiten anfangs kurz zu halten und die Dauer schrittweise zu steigern. Dies trifft auf jede Sportart für Hund und Mensch zu.

Spaß-Barometer: Du fühlst dich nicht jeden Tag gleich; dein Hund auch nicht. Achte auf das Befinden und die Laune deines Hundes. Wenn er gesundheitlich angeschlagen ist und zum Beispiel Fieber, Infektionskrankheiten, offene Wunden oder Herzprobleme aufweist, solltet ihr das Wassertreten ebenso wie das Schwimmen vermeiden, um sein Immunsystem nicht noch zusätzlich zu strapazieren. Außerdem sollte das Tier auch Lust und Spaß daran haben, im Wasser herumzutollen. Ein wasserscheues Exemplar wirst du mit einem Schwimmtraining vermutlich keine Freude bereiten.

Neben diesen allgemein gehaltenen Ratschlägen gibt es auch noch einige, die sich…

… speziell auf das Schwimmen beziehen:

Bei einigen Erkrankungen des Rückens oder der Wirbelsäule, sowie bei Ellbogen- und Knieverletzungen ist das Schwimmen tabu. Gegebenenfalls könnte man als Alternative das Wassertreten wählen, sollte sich aber von einem Fachmann beraten lassen. Ein Hundephysiotherapeut ist dafür der richtige Ansprechpartner.

Sorge stets für die Sicherheit deines besten Freundes auf Vier Pfoten. Dies gelingt durch das Anlegen einer Schwimmweste oder eines Geschirrs mit einer langen Leine. Es gibt Modelle, die extra für die Nutzung im Wasser hergestellt sind. Dadurch erhältst du die Möglichkeit, deinen Hund vor einer brenzligen Situation zu schützen. Aus demselben Grund solltet ihr Gewässer mit Strömungen meiden, da diese vom Hund nicht eingeschätzt und vom Halter unterschätzt werden können.

Versuche, deinen Hund im Wasser zu begleiten. Das hat den Vorteil, dass auch du dich sportlich betätigst und gleichzeitig auf deinen Liebling aufpassen kannst. Du bist direkt in Reichweite, um eventuelle Anzeichen von Ermüdung sofort zu erkennen und kannst außerdem das Tempo und die Bewegungen deines Hundes kontrollieren. Falls du dich nicht komplett nass machen willst, könnt ihr ebenfalls an einem flachen Ufer bleiben und Wassertreten anstatt zu schwimmen.

Beim Schwimmen sowie beim Wassertreten sollte man das Tier graduell nass machen und ebenfalls schrittweise das Trainingspensum steigern. Besonders beim Wassertreten eignet es sich, den Hund zuerst in flachem Wasser, was ungefähr bis zum Sprunggelenk reicht, trainieren zu lassen und dann allmählich tiefer zu gehen, bis er hüfttief im Wasser ist.

Außerdem solltest du auch Folgendes wissen:

Beachte die Wassertemperatur, denn dein Hund mag eiskaltes Wasser genauso wenig wie du. Durch die Kälte ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Vierbeiner sich verspannt, da die Muskeln sich stark zusammenziehen. Dies kann in einigen Fällen sogar zu Verletzungen und auch zu Kreislaufproblemen führen.

Für junge und auch betagte Hunde ist es empfehlenswerter, sich am Ufer aufzuhalten und aufs Wassertreten auszuweichen, anstatt zu schwimmen. Es gibt ebenfalls Tiere, die panisch reagieren, sobald der Boden unter den Pfoten weg ist. Auch für sie ist das Wassertreten empfehlenswerter, um ihre Psyche nicht unnötig zu strapazieren.

Wie bei allen anderen sportlichen Tätigkeiten solltest du deinem Fellfreund auch vor dem Schwimmen nichts zu Fressen geben, da dies unangenehme Auswirkungen auf seine Gesundheit, wie zum Beispiel eine Magendrehung oder das Zusammenbrechen seines Kreislaufs, haben könnte.

Wasserratten leiden öfter an Wasserruten

Diese Krankheit wird oft auch „Hammelschwanz“ genannt. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Hundes, bei der er seinen Schwanz in einer auffälligen Position hält und unter großen Schmerzen leidet. In einer Vielzahl der Fälle sind Hunde betroffen, die sehr viel schwimmen.

Wodurch wird diese Erkrankung verursacht?

Da es sich um eine noch sehr wenig erforschte Krankheit handelt, sind die Ursachen noch nicht klar definiert. Bekannt ist, dass meist Hunde betroffen sind, die viele und ausgiebige Schwimmausflüge vor allem in sehr kaltem Wasser machen. Besonders häufig trifft es größere Hunde wie zum Beispiel Retriever oder Setter. Rüden erkranken außerdem häufiger als Hündinnen.

Neben übermäßiger Belastung als Ursache werden auch andere Auslöser mit dieser Krankheit in Verbindung gebracht, da auch häufig Hunde  erkranken, die für lange Zeit unter eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten leiden müssen. Dazu zählt beispielsweise das lange Sitzen im Auto oder in einer Transportbox, welches zu einer unzureichenden Durchblutung führt. Auch eine Stauchung der Schwanzwirbelsäule oder eine Entzündung zwischen den Wirbeln kann als Auslöser in Erwägung gezogen werden.

Bekannte Symptome

Das eindeutigste Merkmal ist die Haltung der Rute. Dabei streckt der Hund den Ansatz des Schwanzes horizontal von sich weg, wobei der Rest des Schwanzes kraftlos herunterhängt. Der Schwanzansatz ist in vielen Fällen geschwollen und überaus schmerzempfindlich. Für den Hundehalter ist es so gut wie unmöglich, den Hund an dieser Stelle des Körpers zu berühren und um den Schmerzen ein wenig aus dem Weg zu gehen, nehme die Tiere häufig den Welpensitz ein, wobei das Becken seitlich weggekippt wird.

Wie kann ich einer Erkrankung vorbeugen?

Bei längeren Autofahrten sollte stets darauf geachtet werden, dass dein haariger Begleiter genügend Bewegungsfreiheit hat. Du könntest öfter Pausen machen, damit er sich die Beine vertreten kann. Wenn er in einer Transportbox reisen muss, dann solltest du darauf achten, eine ausreichend große Box zu kaufen, die genügend Platz bietet, damit er aufrecht stehen und sich bewegen kann.

Außerdem sind gut trainierte Hunde, die schon länger an regelmäßige sportliche Aktivitäten gewöhnt sind weniger anfällig an einer Wasserrute zu leiden.

Die geeignete Therapie

Falls es am Ende doch dazu gekommen sein sollte, dass dein Hund an einer Wasserrute erkrankt ist, ist der Besuch beim Tierarzt ein absolutes Muss. Die Schmerzen, die dein Wuff ertragen muss sind denen eines Hexenschusses sehr ähnlich. Der Tierarzt verschreibt in vielen Fällen entzündungshemmende nicht cortisonhaltige Schmerzmittel, welche die Schmerzen lindern und zur Beseitigung der Ursache beitragen sollen. Meist wirken diese Medikamente recht schnell. Um den Heilungsprozess deines Vierbeiners noch weiter zu fördern, kannst du auch Wärme an der Schwanzwurzel anwenden. Walte dabei aber mit viel Vorsicht und sei behutsam. In schweren Fällen ist gegebenenfalls auch der Einsatz von Physiotherapie zur  kompletten Genesung nötig.

Das Wort zum Schluss

Du brauchst nun keine Angst davor zu haben, mit deinem Hund schwimmen zu gehen. Ganz im Gegenteil: nutzt das gute Wetter und vergnügt euch im kühlen Nass! Mensch und Hund profitieren beide von der gemeinsamen Zeit in der Natur. Sei dabei jedoch vernünftig und pass auf deinen besten Freund auf, so wie er es auch für dich tun würde.

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