Welpenerziehung: So wird dein Welpe stubenrein

Welpenerziehung: So wird dein Welpe stubenrein

Wenn du dich für einen Welpen als treuen Wegbegleiter entschieden hast, stehen dir zwar alle Möglichkeiten in der Erziehung offen. Natürlich ist ein junger Hund aber gerade auch in diesem Bereich eine Herausforderung, der es sich mit Geduld und Durchhaltevermögen zu stellen gilt. Das gilt auch, wenn es darum geht, den Welpen stubenrein zu bekommen. Wie du das am besten und ohne viel Stress für dich und deinen Vierbeiner anstellst, verraten dir die folgenden Tipps.

Erfolgsaussichten: Wie lange dauert es, bis der Kleine sauber ist?

Hunde sind nicht von Natur aus stubenrein, wenngleich aber reinlich. Die Stubenreinheit wird jedoch vom Menschen anerzogen, sodass Vierbeiner und Halter gemeinsam unter einem Dach leben können. Beim Antrainieren bzw. bei der Erziehung solltest du bedenken, dass jeder Welpe ein Individuum ist. Jedes Tier spring daher auf unterschiedliche Erziehungsmethoden an und benötigt unterschiedlich lang, um stubenrein zu werden. Die Erfahrung zeigt, dass man jedem Tier die Zeit lassen sollte, die es benötigt, ohne dabei auf die Trainingsdauer zu achten. Mit Geduld und Loben kommt man auch beim Trainieren der Stubenreinheit deutlich schneller zum Erfolg als mit Bestrafungen für unerwünschtes Verhalten.

Normalerweise ist mit einer Trainingsdauer von etwas fünf Monaten zu rechnen. Der Lernprozess ist mit zu steten Aufs und Abs verbunden. Auch wenn du den Eindruck hast, dein Kleiner lernt es einfach nicht – jede Trainingseinheit verdeutlicht deinem Liebling, welches Verhalten von dir gewünscht ist. Bewahre also ruhig Blut, wenn doch mal wieder etwas daneben geht und zeige durch verständnisvoll wiederholte Übungen, wie dein Welpe sich zu verhalten hat.

Vorausschauendes Training als Schlüssel zum Erfolg

Bei dem tatsächlichen Training geht es vor allem darum, vorausschauend zu arbeiten. Du solltest deinen Welpen genau beobachten. Zeigt er Anzeichen, dass er sich hinsetzen will, bringst du ihn schnell nach draußen in den Garten oder vor die Tür. Lobe ihn ausführlich und belohne ihn vielleicht sogar mit einem Leckerli. Teilt ihr eure Freude gemeinsam, so lernt er schnell, dass dort der Ort ist, an dem er sein Geschäft verrichten soll.

Puppy peeing

Normalerweise ist der Zeitpunkt für den Urin- oder Kotabsatz bei allen jungen Hunden gleich. Kurz nach dem Schlafen, Essen, Trinken oder Spielen solltest du besonders wachsam sein. Dreht sich der Kleine um, wird nervös und setzt sich oft hin, ist das ein sicheres Zeichen für dich, ihn nach draußen zu bringen. Wissen die Vierbeiner bereits, worum es geht, sind aber noch nicht in der Lage, lange aufzuhalten, zeigen sie durch aufgeregtes Verhalten wie Jaulen oder angespanntes Hin und Her Laufen, dass es Zeit für sie ist.

In Stresssituationen kann besonders schnell ein Malheur passieren. Kommt Besuch vorbei oder tritt eine rapide Änderung im Umfeld auf, solltest du besonders vorsichtig, aber auch besonders nachsichtig sein. Aufregung führt schnell dazu, dass das Gelernte für einen Moment vergessen wird und ein Tröpfchen seinen Weg auf deinen Teppich findet. Auch hier gilt es dann, Ruhe zu bewahren und deinen Welpen, wenn auch nachträglich, mit nach draußen zu nehmen.

24h-Betreuung

Natürlich kannst du deinen Welpen nicht rund um die Uhr beobachten und ihn alle zwei bis vier Stunden nach draußen tragen. Nachts oder wenn du zur Arbeit musst, ist es schlicht unmöglich eine 24-Stunden-Betreuung zu gewährleisten. Gerade am Anfang ist es aber sicherlich hilfreich, dir für die Eingewöhnungsphase des Kleinen Zeit und vielleicht sogar Urlaub zu nehmen. So kannst du ihm in der Umbruchsphase zur Seite stehen und ihm durch dein Verhalten Sicherheit vermitteln.

Nachts wird dich dein Kleiner vermutlich regelmäßig fiepend darauf aufmerksam machen, dass er mal muss. Hunde erledigen ihr Geschäft nicht gern dort, wo sie schlafen, sodass du sicher unweigerlich mitbekommen wirst, wenn er vor die Tür muss. In den ersten Nächten ist das sehr anstrengend für euch beide, aber schnell wird sich der Zeitraum, über den der Kleine aushalten kann, verlängern.

Gerade dann, wenn du nicht alle paar Stunden mit dem Racker rausgehen kannst, empfiehlt es sich, Welpen-Unterlagen anzuschaffen und dort auszulegen, wo dein Hund sich oft aufhält. Die Trainings-Pads sind saugstark und weich und daher nützlich, um Teppiche, Böden und Sofabezüge zu schonen. Kündigt sich ein Unglück an, kannst du deinen Welpen zudem schnell auf die Unterlage setzen, sodass zumindest im Haus schon klar definiert ist, an welchem Ort das Geschäft verrichtet werden kann. Das Pippi-Pad solltest du entfernen, sobald der Kleine schon länger aushalten kann, damit der Absatz drinnen nicht zur Regel wird. Beim kleinsten Anzeichen heißt es dann ab nach draußen. So ist es von der Unterlage nach draußen nur noch ein kleiner Schritt.

Erfolgreiche Trainingsmethode: Belohnen

In der Nacht kannst du dir das Bedürfnis nach Reinlichkeit deines Hundes zunutze machen. Zu Beginn ist die Blase noch untrainiert, d.h. der Kleine wird oft müssen. Möchtest du vermeiden, dass er auf Welpen-Pads urinieren muss, setzt du ihn nachts am besten in eine Hunde-Transportbox. Muss die Fellnase raus, wird sie sich bemerkbar machen und dich wecken. Dann heißt es nur schnell sein.

Hilfreich ist das Training über ein Belohnungssystem. Lobst du überschwänglich bei einem Erfolgserlebnis, werden die positive Rückmeldung und das daraus resultierende “Glücksgefühl” deinen Vierbeiner positiv konditionieren. Nutze hierfür auch Trainingsmethoden wie Clickern, um das Urinieren draußen positiv zu konnotieren. Ein positives Erlebnis vor der Tür, wird dazu beitragen, dass dieser Ort immer wieder aufgesucht wird.

Was tun bei einem Malheur?

Gerade am Anfang passiert es schnell, dass der Kleine noch nicht lange halten kann oder das richtige Verhalten noch nicht erlernt hat. Aber auch Hunde mögen nicht, wenn es bei ihnen nach Urin riecht (s. Hinweis für die Nacht). Deshalb ist es nur kontraproduktiv, deinen Welpen auszuschimpfen oder gar zu bestrafen, wenn er auf den Boden pinkelt. Du wirst ihm Angst einjagen und Stress machen und damit eher erreichen, dass der Weg zur Stubenreinheit mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Sinnvoller ist es, den Boden sorgfältig zu reinigen. Hunde markieren in der Regel dort, wo es schon nach ihnen riecht, weshalb die gründliche Reinigung unabdingbar ist. Dann solltest du mit deinem Welpen geduldig weiterüben und ein genaues Auge auf sein Verhalten haben. Schnapp ihn dir schnell, wenn er wieder Anzeichen einer vollen Blase äußert. So wird er sein Verhalten schnell ändern.

Auch im Fall eines Malheurs gilt es also die Ruhe zu bewahren und verständnisvoll zu agieren. Übst du intensiv mit deinem Vierbeiner, sorgt das nicht nur für ein sauberes Heim, sondern auch dafür, dass ihr einander schnell lernt zu vertrauen. Ihr lernt euch in einer wichtigen Phase für den Welpen kennen. Du hilfst ihm am besten in einer neuen Umgebung Fuß zu fassen, indem du ihm klare Regeln und Struktur vermittelst, und sei es über das Reinlichkeits- Training. Eure Bindung wird so nachhaltig gestärkt.

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